Das Google Bert Update: Was wird sich verändern?

Erst vor kurzem gab es ein neues Core Update von Google. Dennoch hat der König der Suchmaschinen anscheinend noch mehr in petto – Google Bert

Das Google Bert Update wird zunächst zwar nur den englischen Markt beeinflussen, im Endeffekt wird es aber sicherlich einen großen Einfluss auf Content Marketing auf der ganzen Welt haben. In unserem neuen Blog gehen wir schonmal auf die wichtigsten Aspekte ein, die Bert mit sich bringen wird. Ähnlich wie beim Core Update ist das Thema Content erneut besonders wichtig.

Worum geht es bei Google Bert eigentlich genau?

Klären wir doch zunächst erstmal die Definitionsfrage: Bert erinnert zwar direkt an die beliebte Sesamstraße, steht in Wirklichkeit aber für „Bidirectional Encoder Representations from Transformers“. Es handelt sich hierbei um einen Algorithmus, mit dem Google den Inhalt von Sätzen und Wörtern besser nachvollziehen kann. Gerade beim Erkennen von Kontext, in dem beispielsweise ein bestimmtes Keyword genannt wird, hatte die Suchmaschine bisher häufig recht große Schwierigkeiten.

Im Kern steht hinter diesem Update die Idee, dass Google den eigentlichen Sinn hinter einer Suchanfrage besser verstehen sollte. Wer zum Beispiel nach einer gezielten Frage googelt, sollte im Optimalfall die direkte Antwort auf diese Frage erhalten, anstatt nur mit Content versorgt zu werden, der mögliche Keywords innerhalb der Frage enthält. Auf diese Art und Weise will Google menschliche Fragen und hierin enthaltene Intentionen und Nuancen besser verstehen.

Google Bert Änderungen

Passendere Suchergebnisse erhalten

Bei Google dreht sich selbstverständlich alles um die Qualität der Suchergebnisse. Mit dem Bert Update möchte der Suchmaschinenriese die Trefferwahrscheinlichkeit der SERPs weiter verbessern und räumt dem Google Bert Update daher einen sehr hohen Stellenwert ein. So wird Bert als eines der wichtigsten Updates der vergangenen 5 Jahre beschrieben.

Das liegt vor allem daran, dass Google Suchanfragen schlicht und ergreifend besser verstehen kann. Der Nutzer wird besser „begriffen“, womit Google praktisch zu einem fast echten Gesprächspartner wird, der besonders gut zuhören kann, Intentionen hinter Fragen versteht und passende Antworten liefert, die einem auch tatsächlich weiterhelfen.

Bisher lag genau in dieser Hinsicht häufig die Krux. Google hat Schwierigkeiten damit, die eigentliche Intention hinter einer Suche auch wirklich zu erkennen. Gerade bei Verständnisfragen schlug Google häufig Ergebnisse vor, die viel besser zu einer konkreten Kaufintention gepasst hätten – das ist nicht nur ungeeignet, sondern manchmal sogar ziemlich nervig. Mit dem Google Bert Update soll dieses Problem jetzt allerdings weniger häufig vorkommen.

Was können Sie tun?

Wie bei jedem anderen Google-Update ist es natürlich besonders spannend zu wissen, was man selbst tun kann, um sich gut auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten. Wie so oft kann man die Antwort jedoch nicht auf eine spezifische Handlung reduzieren. In dieser Hinsicht ist das Google Bert Update eher als Philosophie-Wechsel zu verstehen.

Es hört sich vielleicht zunächst unlogisch an, zutreffend ist es aber dennoch: Wer in Sachen SEO erfolgreich sein möchte, sollte sich weniger mit SEO beschäftigen – das gilt vor allem dann, wenn es um die Produktion von gutem Content geht. Wir meinen damit nicht, dass sämtliche SEO-Regeln direkt über Bord geworfen werden müssen.

Entscheidend ist jedoch, den Fokus auf tatsächlich guten Content zu legen, anstatt nur nach einer perfekten SEO-Optimierung zu streben. Grüne Balken oder gute Scores in diversen Content-Tools sind demnächst keine Garantie mehr dafür, dass Google Ihre Inhalte auch wirklich zu wertschätzen weiß. Guter Content muss relevant, informativ und leserlich sein und im Optimalfall direkt auf die eigentliche Frage des Lesers eingehen. Inhalte, die diese Maßstäbe erfüllen, können auch ohne eine perfekte Optimierung gut ranken. Eine ordentliche Staffelung und Strukturierung der Texte sollte man aber dennoch nicht aus den Augen verlieren.

Starker Content

Worauf kommt’s an?

Im Kern wird es bei Google Bert darum gehen, Inhalte für den Leser und nicht für Google zu schreiben. Google wird mit der Zeit immer besser darin, die Suchergebnisse auf die tatsächliche Suchintention abzustimmen. Guter Content sollte deswegen konkrete Fragen beantworten und dem Leser somit einen tatsächlichen Mehrwert bieten. Nur wer seine eigentliche Zielgruppe wirklich gut kennt, wird auch in der Lage sein, Suchintentionen richtig zu antizipieren und die eigene Content-Strategie dementsprechend auszurichten. Mit Blick auf Bert gilt im Allgemeinen, dass …

  • … Content für den Leser und nicht für Google geschrieben werden sollte;
  • … Inhalte zur Suchintention des Lesers passen sollten;
  • … Texte gut und übersichtlich strukturiert sein müssen;
  • … der Fokus der eigenen Inhalte direkt und einfach erkennbar sein muss.

Es bleibt nach wie vor spannend, die aktuellen Entwicklungen bei Google im Auge zu behalten. Wir von Webton-Backlinks werden Sie auch weiterhin gerne auf dem Laufenden halten.

Über den Autor

Felix_webtonFelix hat nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaften schnell eine Leidenschaft für Online-Marketing entwickelt. Zusammen mit unserem Team unterstützt Felix Sie gerne bei Ihrer Linkbuilding-Kampagne.

 

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